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Selbstbeobachtung

Bevor hier eine Auswahl der schier unzähligen Möglichkeiten geboten wird, sei noch darauf verwiesen, dass ein unmündiger Patient jemanden braucht, der die Verantwortung und Beobachtung übernimmt. Unmündig kann der alte oder schwerkranke Mensch sein, und natürlich die Kinder und Jugendlichen. Aber auch bei jungen Erwachsenen ist das Beisein der Mutter bei der Erstordination oft von Vorteil.

 

Spielecke - Wartezimmer

Phänomene / Symptome kennen ein Was, Wo, Wie, Wann, Warum

WAS – es gibt ein WAS, das nur der Patient wahrnehmen kann, und ein WAS, das jeder gleich sehen kann, und dazwischen gibt es alle möglichen Abstufungen. Empfindungen sind meist dem Patienten alleine vorbehalten. Solche wären: Leichtigkeit, Schwere, Völle, Leere, Anwehen, Ameisenlaufen, Ohrgeräusche, Optische oder Geruchswahrnehmungen, Krankheitsgefühl, Trägheit, Ruhelosigkeit, Schwäche, Steifigkeit, … Äußere Zeichen sind sichtbar für jeden, dem sie gezeigt werden: Warzen, Schwellungen, Risse, Flecken, Hautausschläge, Röte, Blässe, Narben, Puls, … Aber auch bei Empfindungen ist es meist nur eine Frage der Intensität, ob sie auch von Außenstehenden bemerkt werden. So können Beschwerden zunächst nur innerlich, bei verstärkter Intensität aber auch äußerlich auftreten: Zittern, Zucken, Ruhelosigkeit, Trägheit, Hunger, Durst, Schläfrigkeit, Traurigkeit, Freude, Angst, Schmerz, …

 

 

 

WO – es handelt sich meist um Empfindungen oder Veränderungen, die einen Ort kennen. Wenn jemand unter einem „Stechen im linken Ohr, bei gleichzeitigem Schüttelfrost“ leidet, dann ist das linke Ohr unser WO. Beim Stechen ist aber oft auch ein WOHIN feststellbar, z.B. ein nach Außen- oder nach Innenstechen, bzw. ein zur Nase oder irgendeinem anderen Organ hin stechen. Im WO kann auch ein WO NOCH enthalten sein. In unserem BSP wäre das der Schüttelfrost. Es sind Ohrenschmerzen und gleichzeitig bzw. vorher oder nachher auch woanders Symptome vorhanden. Dieses WO NOCH wird leider oft übersehen. Es wird oft als selbstverständlich für den Patienten erlebt: „Immer wenn ich Kopfweh hab`, dann hab` ich auch Durchfall“, „Beim Sodbrennen jucken immer die Fußsohlen“, „Nach dem Husten muss ich niesen“, …

WIE – Empfindungen können äußerst vielfältig sein. Im Falle von Schmerzen gibt es u.a. ein Stechen, Brennen, Drücken, Bohren, Ziehen, Reißen, Krampfen, Schneiden, Wühlen, Klopfen, Fressen, Kneifen, Spannen, Schaben, Rucken, Zerreißen, Bersten, … Zum WIE muss man auch die beeinflussenden Faktoren, die so genannten Modalitäten zählen. Empfindungen können verstärkt oder gelindert werden beim: Gehen, Stehen, Sitzen (gebeugt oder aufrecht), Liegen (Rücken, Bauch, Seite re o. li, auf der schmerzhaften bzw. schmerzlosen Seite, Kopf hoch oder tief, Hinlegen oder Aufstehen), Essen, Trinken, Schlafen, Reingehen, Rausgehen, Bücken, Strecken, Reiben, Drücken, Wärme, Kälte, Baden, div. Wetterlagen, Alleinsein, in Gesellschaft, div. Nahrungsmittel, Autofahren, Erschütterung, Licht, Dunkelheit …

WANN – hier können Uhrzeiten von besonderem Interesse sein, wenn Empfindungen wiederholt auftreten, so ist es wichtig zu wissen ob es sich um ein und dieselbe Uhrzeit handelt. Aber auch ein Überblick wie etwa morgens, vormittags, mittags, nachmittags, abends, nachts, vor bzw. um bzw. nach Mitternacht. Die Jahreszeit gehört hierher, wie auch eine Periodizität: Mondzyklus, Regelzyklus. Des Weiteren müsste man Lebensabschnitte hierzu zählen wie: Schwangerschaft, Stillzeit, Neugeborenzeit, Säuglingszeit, Kindheit, Pubertät, Alter. Zum Wann gehört auch das SEIT WANN. WANN hat das Kranksein begonnen? Was war das für eine Zeit? Was war damals los?

WARUM – diese Frage kann man zwar nur gelegentlich beantworten, wenn sich aber ein hieb- und stichfestes WARUM finden lässt, so ist das meist äußerst hilfreich. Hierfür ist die Homöopathie gut gerüstet. Sie kennt Arzneien für Folgezustände von unglücklicher Liebe, heftigem Zorn, Beleidigung, Kränkung, Demütigung, Trauer, Freude, Enttäuschung, Schreck, Schock, Erkältung, Überhitzung, Nässe, Wind, Verletzungen (Stumpf, Stich, Quetschung, Zerreißung, Blutung, Verrenkung, …), Blutverlust, div. Krankheitszustände (z.B. Husten nach Scharlach, Kopfschmerz nach Kopfverletzung, …), Sonnenstich, …